Rasan

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Die Rasan sind eine menschliche Volksgruppe, die im Süden von Aanon siedelt. Auf sie sind die Städte Ostrow, Ras, Akrab (Ras Ak'Rab) und Krakten zurückzuführen. Die Rasan sprachen ursprünglich die komplizierte kehlige Sprache rasisch, die sich in konservativen Bevölkerungsschichten bis weit nach der Sprachreform gehalten hat.

Namen

Die Herkunft von Personen wird bei den Rasan über den Vater hergeleitet, was sich im Namen wiederspiegelt. An den Namen wird oft die Berufsbezeichnung angehängt, wenn es sich um ein offizielles Amt handelt. Ein typisch rasicher Name mit Berufsbezeichnung ist Yuri Antonovich Malkov, Bonhahekpohmaht. Teilübersetzt bedeutet dies "Kriegsnekromant Yuri, Sohn von Anton, aus der Familie Malkov". Yuris Schwester Svetlana heißt "Svetlana Antonova Malkova, Konayhbr Xpnaua", also "Arkane Priesterin Svetlana, Tochter von Anton, aus der Familie Malkov".

Herkunft

Die Vorfahren der Rasan lebten in einer Torstadt in den Outlands an der Stelle wo sich heute die Stadt Automata befindet. Diese sollen Nachfahren großer berittener Kriegerhorden gewesen sein, die sich mit den Bewohnern eroberter Städte vermischten. Gesichert ist, dass während der Zeit des Weltenrisses ein Riss Aanon und diese Stadt verband. Bewohner dieser Stadt untersuchten diesen kleinen Riss, bändigten ihn mit der Errichtung eines planaren Berührungssteins, und pflegten einen geschäftigen Austausch mit Aanon. Sie errichteten verschiedene Siedlungen. Als jene namenlose Torstadt in die Mechanusebene absorbiert wurde, verlagerte sich auch die Ebenenberührung mit nach Mechanus. Die Stadt wurde später von Formianern vernichtet und das Portal versiegelt.

Kultur

Rasan pflegen einen rauhen Umgangston mit Aussenseitern (die grundsätzlich als eher minderwertig angesehen werden), sind aber untereinander meist peinlich höflich (zumindest der Form nach), insbesondere wenn die Gesprächspartner bewaffnet sind. Raufereien eskalieren oft mit tödlichen Folgen. Rasan sind exzessivem Alkoholgenuss und deftigem Essen fast ebensosehr zugetan wie die meisten Zwerge. Sie gelten zwar als robuster als andere Menschenvölker, dennoch hat der Begriff "Schnapsleiche" unter Rasan eine andere Konnotation als im normalen Sprachgebrauch.

Reichtum wird von Rasan gerne gezeigt und andere Völker schreiben ihnen einen vulgären Geschmack und wenig Sinn für feine Dinge zu. Gold von rasanischen Goldschmieden gilt als gelber als normales Gold und wird zu absurd großen (und, in den Augen anderer, geschmacklosen) Schmuckstücken verarbeitet.

Familie ist den Rasan zwar wichtig, und in der Not vereint sich eine Sippe sehr schnell, aber im Alltag werden Familienmitglieder oft genauso behandelt wie Nichtangehörige. Dies gilt besonders für geschäftliche Beziehungen - einzige Ausnahme ist der Hausbau, bei dem die ganze Sippe mit anpackt und gegenseitig Gefälligkeiten vergeben werden. Gefälligkeiten spielen auch sonst eine große Rolle und werden auch irgendwann eingefordert.

Rasan in anderen als ihren Stammstädten bleiben eher unter sich und leben oft in eigenen Stadtvierteln, integrieren sich aber fabelhaft ins örtliche Geschäftsleben.

Rasanische Städte sind berüchtigt für eine überbordende Bürokratie, die von der Komplexität eher für die Verwaltung ganzer Reiche als einzelner Städte notwendig scheint. Natürlich gibt es meist die Möglichkeit, den sogenannten "kurzen Weg" zu gehen; Aussenstehende bringt die Vielzahl der Regelungen, Gesetze und Ämter aber oft bis an den Rand der Verzweiflung. Interessanterweise kommen Duniten mit diesem System oft auf Anhieb gut zurecht, obwohl dunitische Stämme und Städte völlig anders organisiert sind.